Leitbild

Leitlinie Christlicher Erziehung

Die evangelische Montessori-Grundschule Erlbach-Kirchberg orientiert sich in ihrer Bildungsarbeit an einem von der Bibel geprägten Menschenbild.
Das bedeutet, dass jeder Mensch, also auch jedes der Schule anvertraute Kind als originelles Geschöpf Gottes gesehen und geachtet wird. Daraus resultiert der Wert des Kindes, nicht aus seiner erbrachten (schulischen) Leistung.
Auf dieser Basis wächst die gegenseitige Achtsamkeit und verhindert, dass Kinder aufgrund ihrer Eigenart gedemütigt oder abgelehnt werden. Diese Achtsamkeit baut sich auf, wenn Anderssein nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung
empfunden wird.

Im Schulalltag kommen die Stärken der Kinder wie auch ihre persönlichen Grenzen zum Vorschein. So
wird nach und nach klar, dass jeder Mensch Ergänzung und Unterstützung braucht.
An unserer Schule dürfen Kinder lernen, zu ihren Schwächen zu stehen, gegebenenfalls Hilfe zu erbitten und  
nach ihren Möglichkeiten anderen Kindern zur Seite zu stehen. Ebenso finden auch Kinder mit speziellem 
Förderbedarf einen Platz an unserer Schule und dem Hort. Als Geschöpf Gottes steht der Mensch nicht allein. 
Es ist ihm vielmehr die Schöpfung zur Gestaltung und Bewahrung anvertraut. Deshalb werden in unserer Schule
Kinder zur Achtung vor der Schöpfung und zum ehrfürchtigen Umgang mit Tieren, Pflanzen und unbelebter Natur 
angehalten. Sie sollen erkennen, dass die Schöpfung über die Nutzung durch den Menschen hinaus in sich einen 
Eigenwert besitzt.



Versöhnung und Heilung erleben

Den Menschen als Geschöpf Gottes zu sehen, ist nur ein Aspekt des christlichen Menschenbildes.
Christen wissen ebenso um die dunklen Seiten menschlicher Existenz, wie Streit, Schuld, Versagen und Erfahrungen mit dem Bösen. Sie begegnen dem mit der Botschaft der Versöhnung des Jesus von Nazareth. Darin wird Gott als Vater der Liebe vorgestellt, der die Menschen auf den Weg des Friedens ruft. Diesen Weg hat Jesus selbst beschritten und auch mit dem eigenen
Tod vor Augen nicht verlassen. Von Anfang an haben Christen das Sterben von Jesus als befreiendes Sühneleiden verstanden. Sie
bekannten und bekennen die Auferstehung von Jesus als göttliche Bestätigung dieses Weges und als Ausdruck der Hoffnung auf einen Neuanfang.

 

Unsere Schule und der Hort stehen allen Kindern unabhängig von ihrer religiösen Überzeugung offen. 
Sie werden in jedem Fall erfahren, dass wir auf Streit mit Versöhnung, auf Schuld mit Vergebung und auf 
Versagen mit der Chance zum Neuanfang reagieren wollen. Dabei gilt es, Konflikte nicht zu verdrängen. 
Sie bieten das Übungsfeld für die Entwicklung einer positiven Streitkultur auf allen Ebenen unseres Schul- und Hortlebens.